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Fachbetriebezertifizierung unterstützt die Branche

Am 15.11.2019 hatte die Europäische Vereinigung der Gemeinschaften zur Zertifizierung von Entsorgungsfachbetrieben e.V. (EVGE) ihre diesjährige Jahrestagung mit einer vorgeschalteten Arbeitsausschusskonferenz in Wien.

Neben den notwendigen Konzeptplanungen für 2020 sowie der traditionell Anfang März anstehenden Sachverständigenschulung in Eisenach waren die Praxiserfahrungen der deutschen EVGE-Mitgliedsgemeinschaften mit der novellierten Entsorgungsfachbetriebeverordnung von ganz zentralem Interesse.

Mit Blick auf das elektronische Entsorgungsfachbetriebsverfahren waren sich die Vertreter der deutschen EVGE-Gemeinschaften einig, dass aufgrund der vorgenommenen Korrekturen in Folge der Hinweise aus den eigenen EVGE-Reihen die deutlichen Anlaufschwierigkeiten und umfangreichen Probleme des Entsorgungsfachbetriebeportals reduziert wurden und das Portal an Qualität gewonnen hat.

Das im Portal als Kernstück hinterlegte Entsorgungsfachbetrieberegister weist aber insbesondere bei Suchfunktionen noch diverse Unstimmigkeiten auf und birgt weitere Verbesserungsmöglichkeiten, die seitens der EVGE an den Betreiber des Systems übermittelt werden sollen. Gleichwohl ist durch die Auflistung aller in Deutschland zertifizierten Entsorgungsfachbetriebe ein deutlich transparenterer Informationsstand erreicht worden:

Der Kunde/Abfallerzeuger kann selbst Einsicht nehmen, welche Entsorgungsunternehmen durch welche Sachverständigen und Zertifizierungsorganisationen und für welche Inhalte zertifiziert sind. Letztendlich stellt das Portal eine effiziente Datengrundlage für die Erstellung der Efb-Zertifikate und damit den zeitgemäßen digitalen Versand an die Behörden dar.

Um über die aktuellen rechtlichen Entwicklungen der EVGE-Mitgliedsstaaten untereinander informiert zu sein, kommt dem Austausch über aktuelle Gesetzgebungsverfahren und Entwicklungen in den Mitgliedsstaaten eine anhaltend große Bedeutung zu.

„Die Fachbetriebezertifizierung mit den ihr zugrundliegenden Erfordernissen unterstützt die Branche und deren verantwortliche Akteure, sich mit aktuellen Rechts- und Vollzugsentwicklungen aktiv auseinanderzusetzen und betriebliche Strukturen und Prozesse immer wieder zu hinterfragen. Der Entsorgungsfachbetrieb erhält unter dem Dach der EVGE wertvolle Unterstützung. Es gilt Erfahrungen auszutauschen, Verbesserungsideen kritisch zu analysieren und - wo sinnvoll - in der Praxis zu berücksichtigen“, so Hartmut Schön, EVGE-Vorsitzender, in seiner Geschäftsberichtsrede.

Neu im Kreis der ordentlichen Mitglieder konnte die Entsorgergemeinschaft Bauen und Umwelt e.V., Mainz, mit Prof. Dr. Horst Görg an der Spitze begrüßt werden. Die Mitgliederversammlung fasste den einstimmigen Beschluss, dass im turnusmäßigen Wechsel Beate Kölling, ESN Düsseldorf, ab 1.1.2020 für zwei Jahre EVGE-Ausschusssprecherin sein wird.

Hintergrund

Die EVGE wurde am 29.10.2004 in Köln gegründet. Aus Deutschland sind die Entsorgergemeinschaften bvse, EdDE, EGRW, ESA, ESGen Nord, EG Bau Berlin-Brandenburg, ESN, ESG Transport und Umwelt und EG Bauen und Umwelt vertreten. Aus Österreich hat der V.EFB, Wien, die Gründungssatzung unterzeichnet. Die Tschechische Republik ist mit der SUCO, Prag, und die Slowakische Republik durch die ZOPNO, Bratislava, vertreten. Der VSMR, Verband Stahl-, Metall- und Papier-Recycling Schweiz, der BAV, Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V., und der VDM, Verband Deutscher Metallhändler, sind assoziierte Mitglieder.

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